Geschichte des Bades

In Pesterzsébet, die früher eine Ortschaft neben der Hauptstadt war, heute aber den XX. Bezirk Budapestes bildet, wurde am Donauufer bereits in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ein Strandbad errichtet. Das Strandbecken, im Jahre 1930 erbaut, wurde mit dem Wasser der Donau befüllt. Das Bad wurde im Jahre 1931 von János Földváry als Pächter betrieben, der das Recht durch eine öffentliche Bewerbung gewann. Der Pächter begann sofort eine bedeutende Wasserforschung, die in relativ kurzer Zeit Erfolg brachte. Man fand ein, in Budapest einzigartiges Thermalwasser, das jod-, kochsalz- und auch in bedeutendem Maße bromhaltig war. Diese Art von Wasser ist für die Behandlung gynäkologischer Beschwerden und den chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates geeignet, noch dazu kann Jod den Kreislauf fördern und Entzündungen lindern, desinfizieren, Brom ist wiederum von der nervenberuhigender, stresslösender Wirkung bekannt. János Földváry ließ das Bad nach und nach ausbauen. Das Bad im türkischen Stil wurde im Jahre 1939 erbaut. Außer Wannen- und Beckenbädern, verschiedenen Heildienstleistungen funktionierte hier auch ein großes Strandbad und im Gebäude des Bades auch eine Unterkunft mit 12 Zimmern.

Das Bad wurde im 2. Weltkrieg bedeutend zerstört. In den ersten Zeiten konnte Pesterzsébet nur für die Kriegssschäden das nötige Geld bereitstellen. Der Betrieb des Bades kam am 1. Januar 1950 in die Verwaltung der Fővárosi Fürdőigazgatóság[Hauptstädtische Bad-Direktion].Da das Donauwasser nicht mehr zum Baden geeignet war, hatte man im Jahre 1951 die beiden bestehenden Brunnen vertieft, beziehungsweise wurde wegen dem ungenügenden Wasserertrag des früheren Brunnens das Bohren eines neuen Brunnens begonnen. In diesen Jahren arbeitete das Bad mit seinen drei Becken an wechselnden Wochentagen gesondert für Männer und Frauen. Es wurden jährlich 11-12 tausend Badegäste empfangen. Bis 1968 wurden im Bad auch Schlammbehandlungen und Massagen gewährleistet.

Die Wasserfiltriereinrichtung für die Reinigung des Wellenbeckens wurde im Jahre 1973 fertiggestellt. Die Wellenmaschine, beziehungsweise das Wellenbad hat der erste Maschinenoffizier der Adria-Jacht von Miklós Horthy geplant. Dem Wasser des, im Jahre 1977 gebohrten Brunnens und der 1979 übergebenen Kinderbeckens zu verdanken, ist der Umsatz des Bades sprunghaft gestiegen (1979: 200.878 Gäste).

Die günstigen Ergebnisse konnten aber den Kostenanstieg der Heilbadabteilung nicht ausgleichen, da das jodhaltig-salzige Wasser erwärmt werden musste. So wurde das Strandbad im Jahre 2001, das Heilbad 2005 geschlossen.